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Dolomiten Mai 2019


Unser Zweiter Urlaub dieses Jahr – 5 Tage Südtirol.


Irgendwo zwischen Lernen, Prüfung, Arbeit und Alltag haben wir uns Zeit für eine kleine Auszeit in den Bergen genommen. 5 Tage ausspannen von allem was war und 5 Tage Krafttanken für alles was kommt!


Wir sind sehr kopflastige Menschen und planen deswegen gern. So komplett einfach drauf los fahren ist nicht! Jörg weiß vorab genau was er sehen möchte, wo wir hinmüssen und an welchen Tagen er was machen möchte. Die genauen Wanderrouten suchen wir dabei noch nicht immer aus, das machen wir meist am Vorabend um, bezüglich des Wetters und unserer körperlichen Fitness, etwas flexibel zu bleiben.


Nachhaltig im Urlaub? Wir fahren mit dem Auto – wirklich nachhaltig ist das nicht, das wissen wir, aber immerhin besser als Fliegen. Wir versuchen jedoch unsere Reise in anderer Hinsicht nachhaltig zu gestalten.


Wie das geht?


- kein ToGo Becher an der Tankstelle

- Für die Fahrt Brote schmieren und Äpfel schneiden

- Kein FastFood

- wir nehmen meist unser Vorgekochtes essen von Daheim mit, spart Zeit und verhindert das

man nach einem langen Tag doch das Fertiggericht im Supermarkt kauft

- Touren genau planen und die Wege nicht doppelt fahren

- Müll auf den Wegen einsammeln!


Vorbereitungen abgeschlossen! – Auf geht’s, wir nehmen euch mit auf unsere Reise!


Los ging es für uns am Mittwoch früh von Nürnberg Richtung Italien,

ausnahmsweise mal ohne Stau auf der A9 und über die A8 auf den Brenner.

Ich muss sagen die A8 ist wirklich eine sehr schöne Autobahn. Man hat eine tolle Sicht auf die Berge und überall am Rand sind alte Kirchen in malerischer Landschaft zu sehen.


Vom Brenner runter nach Bruneck sind es noch einige Kilometer durch grüne Täler und vorbei an zahlreichen blauen Seen.

Nach unserer Ankunft in Bruneck und Bezug unseres AirBnB’s sind wir zu dem, von uns einer halbe Stunde entfernten, Pragser Wildsee gefahren.

Es war kalt und hat geregnet, trotzdem sind wir den Rundweg um den See gelaufen, denn ein bisschen Regen hält einen echten Naturliebhaber nicht ab ;)



Ich kann jetzt verstehen, wieso er so ein beliebter Touristenort ist, denn dieses Bergpanorama und seine herrlich blaue Farbe ist bezaubernd. Selbst bei schlechtem Wetter sieht er von jeder Seite atemberauben aus und ist wirklich einen Besuch wert!

Völlig durchnässt und durchgefroren ging es für uns am Abend wieder in die Ferienwohnung.

Resonanz des ersten Tages: wir brauchen definitiv Regenhosen! :D


An Tag 2 klingelt der Wecker um 7 Uhr und wir haben uns gemütlich unseren Haferbrei gekocht. Der geht schnell, ist nahrhaft und versorgt einen gleich mit genug Kraft und Energie für den ganzen Tag!


Auf dem Plan für Donnerstag standen die Wasserfälle im Naturpark Reinbach.

Ein sehr schöner Ort mit vielen Wandermöglichkeiten durch grüne Wälder und entlang eines kraftvollen Flusses hinauf zu den 3 Wasserfällen.

Wir haben uns dazu entschieden keine lange Wanderung hier zu machen, sondern nach dem dritten Wasserfall wieder umzukehren und nach Villnöß zu fahren.




1. Reinbachwasserfall 2. Reinbachwasserfall 3. Reinbachwasserfall




Von dort wollten wir eigentlich auf die Geisleralm wandern, welche direkt unterhalb der Geisslerspitzen Fruchetta, Das Rigais und große Fermeda liegt.


Da hier aber noch ziemlich viel Schnee lag und das Wetter nicht wirklich vertrauenswürdig aussah sind wir nur bis zur Glatschalm gewandert, welche auf halbem Weg liegt.

Dort angekommen haben wir unter dem Dach einer kleinen Kappelle das herrliche Fruchetta-Panorama genossen und eine kleine Brotzeit gemacht, während ein kurzer Schneesturm vorbeizog.

Nach 10 Minuten kam die Sonne wieder heraus und wir konnten diese atemberaubenden Bilder machen.

Natur ist einfach immer wieder unbeschreiblich schön und es lohnt sich immer Geduld zu haben.

Die Glatschalm ist normalerweise ohne Schnee innerhalb von 40 Minuten erreichbar. Wir haben etwa 2 Stunden durch den Schneematsch gebraucht.


Als wir dann am Parkplatz fix und fertig wieder ankamen lag dort natürlich kein Schnee mehr und die Sonne schien. Es war einfach herrlich! Aber was nun der? Tag war noch nicht zu Ende und wir hofften, dass es ein gigantischer Sonnenuntergang wird.


Direkt vom Parkplatz ging es innerhalb von 10 Minuten mit dem Auto zur Weltberühmten Kirche Chiesetta di San Giovanni in Ranui.





Freitag früh hat uns das Plätschern des Regens am Dachfenster geweckt. Laut Wetterbericht sollte es um 10 Uhr aufklaren, also erstmal Frühstück und dann laut Plan zum Sorapis-See.

Der Weg dorthin war atemberauben! Von Bruneck aus sind wir in Richtung Naturpark Fanes - Sennes -Prags gefahren, der Weg führt euch vorbei am Dürrensee von welchen ihr zwischen den Bergen durch einen Blick auf die Drei Zinnen erhaschen könnt.


Unglaublich schön! Natur schafft einfach immer wieder atemberaubende Landschaften.

Auf dem weiteren Weg Richtung Sorapis-See haben wir uns verfahren – und ich muss sagen zum Glück!


Die Straße direkt durch den Naturpark Fahnes war unbeschreiblich schön, denn

sie führt mitten durch die Dolomiten mit ihren hohen Bergen und steilen Klippen!

Direkt an der Straße findet ihr auch einen Wanderparkplatz zu den Fahnes Wasserfällen, diese werden wir bei unserem nächsten Südtirol Urlaub erkunden.

Leider war der Regen unser treuer Begleiter und die Wolken hingen tief in den Bergen.


Ich wäre trotzdem gern zum See gewandert, doch bei Ankunft am Parkplatz hat sich Susi durchgesetzt, dass wir lieber weiterfahren und die Umgebung noch etwas erkunden, als die Wanderung bei dem schlechten Wetter zu erzwingen. Im Nachhinein stellte sich das wohl auch als richtige Entscheidung heraus, denn der Lago di Misurina, an dem uns der Weg vorbeibrachte, war noch gefroren und liegt auf gleicher Höhe.


Hier ein Blick Richtung Sorapissee mit dem Monte Cristallo auf der rechten Seite sowie dazugehörigem Cristallogebirge.


Trotz wanderfreiem Tag war es schön durch die Landschaft zu fahren und an all den tollen Orten und Ausblicken einfach anzuhalten und schöne Momente zu sammeln.


Am Abend hat es dann aufgehört zu Regen, also sind wir vor der Rückkehr in die Wohnung noch einmal an den Pragser Wildsee gefahren, dass ich mit etwas Glück noch ein paar schöne Bilder mit Spieglung schießen konnte.


Es war witzig zu sehen, wie statt einem Auto am Mittwoch bei Regen, am Freitag der ganze Parkplatz voll war. Alle auf der Jagd nach dem perfekten Instagrambild mit der berühmten Bootshütte. Auch ich habe den Moment mit einer schönen Spiegelung noch einmal festgehalten. Ich bin zwar Fotograf und dadurch immer auf der Suche nach einem perfekten Bild, jedoch bin ich auch Naturliebhaber und mir geht es nicht nur um das perfekte Motiv, sondern vor allem darum in der Natur zu sein, diese zu genießen und diese Momente einzufangen und in die Welt zu transportieren.


Ich habe das Gefühl, dass die Menschen an solch einer "Touristenkulisse" gar nicht die atemberaubende Natur warnehmen und diese schätzen, sondern sie wie ein Fotomotiv behandeln. Sie können die Energie und das besondere gar nicht wahrnehmen.

Ich wünsche mir sehr das sich dies ändert und die Menschen unsere Natur wieder schätzen lernen!


Am Samstag, unserem Tag 4, hat uns das Wetter erneut im Stich gelassen. Eigentlich wollte Jörg unbedingt zu den Drei Zinnen wandern. Eine 4 Stunden Wanderung im Regen, ohne Regenhosen und dazu noch mit Schnee wollten wir dann aber nicht machen. Also haben wir uns dazu entschlossen an den Gardasee zu fahren. Susi war hier noch nie und war von der Idee begeistert. Also mal wieder ab ins Auto und 2 Stunden in Richtung Süden.

In der Nähe vom Gardasee haben wir eine kleine Wanderung zu den Cascade di Nardis gemacht. Ein beeindruckendes Naturschauspiel.




Der Wasserfall ist 130 Meter hoch und von buntgrünen Wäldern umgeben. An vielen Stellen sieht man wie es bei den Unwettern letztes Jahr reihenweise Bäume entwurzelt hat. Ein trauriger Anblick, zu sehen wie so viele alte Bäume kreuz und quer im Wald liegen. Sicher ist das etwas ganz natürliches, jedoch werden die Unwetter durch den von uns beschleunigten Klimawandel schlimmer.


Mit unserem ressourcenverschwendenden Lebensstil bräuchten wir 2,8 Erden. Wenn wir so weiter machen ist die Klimakatastrophe nicht mehr abzuwenden.


ca 50 km vom Wasserfall Nardis geht es über Landstraßen und kleine Dörfer in Richtung Gardasee. Man genießt die Fahrt wirklich sehr. Die riesigen Berge lassen einen vergessen das man gerade in Italien ist. Auf dem Weg befindet sich der Lago di Tenno. Dort haben wir eine kurze Pause eingelegt leider war es sehr bewölkt sonst hätte man von hieraus den Gardasee bereits sehen können. Nach kurzer weiterfahrt kommt man zum Castle Tenno.


Dort sind wir vorbeigefahren weil der Parkplatz leider voll war. Also nichts wie zum Gardasee und Parkplatz suchen. Dieser befand sich 300 Meter vor dem See und kostete für ca 3 stunden 3,50 €. Es gibt aber auch kostenlose Plätze. Am Gardasee selbst sind wir dann durch die wunderschön romantische Stadt Reiff gelaufen und haben eines der besten Eis der letzten Jahre gegessen. In der Gelateria FLORA Downtown es lohnt sich wirklich!



Sonntag


Der letzte Tag: wie immer freut man sich trotz der schönen Landschaft auf Zuhause. Am Abend davor haben wir versucht den Tag noch zu Planen aber das Wetter... Naja was soll man sagen. Eigentlich wollten wir direkt zum Eibsee fahren und dort noch einen Nachmittag verbringen. Vorher sind wir noch zu den Erdpyramiden gefahren. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel.




Da sich durch den regen eine Fahrt zum Eibsee nicht gelohnt hätte, sind wir einfach über den


Sylversteinspeicher


gefahren.

Und da war er auf einmal - kristallklar und türkis blitze er durch die Bäume.

Wir sind gleich am ersten Parkplatz raus gefahren und ab ans Ufer. Wahnsinn! Wir waren mehr als beeindruckt. Ein Paar Bilder und weiter ging es.


Susi und ich fuhren also über den Damm es war beeindruckend wie weitläufig und riesig dieser See war. Für uns stand fest das war nicht der letzte Besuch.


Leider hatten wir keine Möglichkeit die Drohne zu benutzen da es wirklich stark regnete.


Also ging es dann nach Hause :)



Fazit unseres Urlaubs in den Dolomiten:

Unser erster Urlaub bei dem wir echt etwas „Pech“ hatten mit dem Wetter. Gerade jetzt, wo ich meine Drohne habe natürlich ärgerlich, aber was in dem Fall schlecht ist für uns, ist gut für die Natur. Ich denke der Sommer wird wieder trocken genug, also darf es ruhig noch etwas regnen. Bei uns steht dann erstmal Regenhose kaufen an und wir werden auf jeden Fall im Sommer noch einmal in die wunderschönen Dolomiten fahren und alles nachholen was wir jetzt verpasst haben.


In einer Woche geht es für uns übers Wochenende in die Sächsische Schweiz!

Natürlich bekommt ihr danach auch wieder einen ausführlichen Bericht!


Ich hoffe euch gefällt mein Beitrag! Ich freue mich über eure Kommentare, gern mit Wünschen und Anregungen.


Bis bald,


euer Jörg

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