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Dolomiten, Appenzell ein grandioses Abenteuer

Aktualisiert: 8. Dez 2020

Das Fernweh hat mal wieder zugeschlagen.­čśü


Erneut ging es f├╝r uns mit dem Camper von RoadSurfer in den Urlaub.

Da Susi Freitag noch arbeiten musste und wir nat├╝rlich sehr planvoll unterwegs waren, schafften wir es erst um 16:30 loszufahren. Nach dem Typischen Stau um M├╝nchen erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit ├ľsterreich. Eigentlich wollte wir bis zum Sorapissee fahren. Da dies aber noch 3 Stunden gewesen w├Ąren, haben wir uns kurzerhand dazu entschieden am Achensee zu n├Ąchtigen.Wir haben einen tollen Stellplatz mitten in die Natur, ohne Menschen weit und breit, gefunden.



Es war herrlich - Dach aufstellen und lecker Spaghetti kochen. Nat├╝rlich machte ich auch ein Paar Bilder.


Tag 2


AUFWACHEN! Erst mal Kaffee, Fr├╝hst├╝ck, kurz frisch machen, Fotos vom Sonnenaufgang und dann ging es Richtung erstem Ziel Lago di Sorapis!


Die Fahrt zog sich wirklich richtig hin und wir waren beide froh am Achensee ├╝bernachtet zu haben. Dennoch kamen wir zum Gl├╝ck ohne Stau irgendwann an und waren hell auf begeistert und freuten uns auf eine wundervolle Wanderung.

11:30 Start, auf gehts!Wir haben aufw├Ąrts den Wanderweg 216 Richtung Lago di Sorapis genommen. Der Aufstieg war echt lang und teilweise schwierig aber die M├╝hen werden mit tollen Ausblicken und nicht zu ├╝berlaufenen Wegen belohnt.







Der Weg f├╝hrte uns an vielen wundervollen kleinen Punkten vorbei die man so nicht von Instagram kennt! Ein echtes Erlebnis!



Dennoch ging unser Blick die ganze Zeit nach oben denn es brauten sich wirklich sehr dunkle Wolken zusammen. Wir ├╝berlegten schon abzubrechen aber das Wetter hielt zum Gl├╝ck. Auf ca 2400 Metern ca kam uns dann eine Herde Wildb├Âcke entgegen die vor dem Gewitter fl├╝chteten. Fotografisch f├╝r mich ein absolutes Highlight!



Es war wie ein Traum. Nachdem die Herde weg war mussten wir noch um ein eck am Berg herum und da war er - der Lago di Sorapis. Was f├╝r ein Anblick! Noch 3 km entfernt und jetzt hat man schon das t├╝rkise Wasser strahlen sehen. Von hier oben sah er aus wie eine kleine Pf├╝tze.



Beim Abstieg fing es leicht das Regnen an.

Dato waren wir schon 4 Stunden unterwegs und es war wirklich wahnsinnig anstrengen. Also noch mal konzentrieren und auf zum See. Nach endlosen kurven mit steilen Wanderwegen war er dann endlich da und der Anblick entlohnte all die Unbegebenheiten.


Wir gingen einmal um den See herum was nochmals ca 45 Minuten mit Pause Fotos usw dauerte. Jetzt war es bereits 18:00 Uhr und es ging langsam an den Abstieg denn laut komoot lagen noch 3 h vor uns. Zu dem Zeitpunkt dachten wir ach naja so lange dauert das bestimmt nicht mehr. Tja get├Ąuscht... Der Abstieg war wundervoll wir hatten eine Traumhafte Aussicht auf die 3 Zinnen die Rot erstrahlten!



Um 21 Uhr erreichten wir unseren Roadsurferbus. Fix und fertig waren wir aber der Tag war leider noch nicht rum denn f├╝r uns ging es jetzt weiter Richtung Passo Giau. Etwa 45 Minuten dauerte die Fahrt und war sehr anstrengend. Serpentinen rauf und runter im Dunklen - mein Magen fand das ganze weniger witzig. ;)



Tag 3


6 Uhr - Wecker klingelt! Wir sind ja nicht im Erholungsurlaub. ;)

Standheizung an und Kaffee kochen. Wir hatten noch nicht gefr├╝hst├╝ckt aber mussten uns sehr beeilen um zum Passo Giau zu kommen. Wir fuhren ca 15 Minuten bis zum Parkplatz nach oben was f├╝r eine Aussicht! Da war er nun, der sagenumwobene Passo Giau das Morgenlicht lag noch perfekt im Bild und ich musste erst einmal etwas Fotografieren.



Nachdem uns die ersten 80 Touristen ├╝berholt hatten und der Parkplatz gegen 8:30 wegen ├ťberf├╝llung geschlossen war, machten wir uns auf den Weg - einmal um den Monte Giau herum. Die Wanderung betr├Ągt 9 km und ist Anfangs recht einfach gehalten und man l├Ąuft ca 1 Kilometer links herum. Der erste Berg ist der "Averau" recht unterhalb ist die H├╝tte Refugio Averau nicht grade g├╝nstig, aber wer Hunger hat, kommt hier auf seine Kosten. Anschlie├čend l├Ąuft man Richtung Cinque Torrie. Dort gibt es etliche Sch├╝tzengr├Ąben aus dem zweiten Weltkrieg und man bekommt Einsicht in die Geschichte von damals. Nach den Sch├╝tzengr├Ąben kommt man dann zum Kletterparadies Cinque Torrie. Wirklich beeindrucken wie Leute da hochklettern!


Der Text liest sich recht leicht oder ? Wir waren bis dato schon 4 Stunden mit Pausen unterwegs. Die Beine waren aber auch noch schwer vom Vortag. An den Beeindruckenden T├╝rmen vorbei ging es dann Richtung Camper.

Das zur├╝cklaufen war wirklich anstrengend f├╝r mich. Ein dauerndes auf und ab. Susi hat es um einiges besser weggesteckt als ich. Viel zu erz├Ąhlen gibt es hier aber nicht mehr nur noch ein paar Bilder mit tollen Aussichten.


Wanderung geschafft - Next Stop Passo Sella, der auf etwa 2240 Meter liegt. Ach ja Gl├╝ck hatten wir auch denn als wir in den Bus eingestiegen sind, hat es das Regnen angefangen.


Die Fahrt zum Passo Sella dauerte etwa 2 Stunden mit vielen Kurven durch die wundersch├Ânen Dolomiten. Aber es war wirklich sehr erschreckend wie viel Wald durch St├╝rme und Trockenheit letztes Jahr zerst├Ârt wurden.


Als wir am Passo Sella ankamen wurde es schon langsam dunkel.


Tipp: (kostenlos) Der Platz an dem wir standen war wirklich einmalig! Er liegt in der Ersten Kurve wieder runterw├Ąrts.

(Quelle: Google Maps)

Erst mal etwas essen und dann bin ich noch etwas Drohne geflogen da es sehr nach Regen aussah musste ich mich beeilen um etwas vom Sonnenuntergang zu erwischen.


Tag 4


Fr├╝h am morgen wurden wir von einem sch├Ânen Sonnenaufgang geweckt der aber schnell wieder verschwand. Da es zum Gl├╝ck nicht regnete machten Susi und ich uns auf die Gegend zu erkunden direkt vom Parkplatz weg f├╝hrt ein Pfad Richtung Sella Gruppe. Man l├Ąuft keine 5 Minuten und steht direkt davor wirklich beeindruckend.




Wenn man in die andere Richtung schaut sieht man den wundersch├Ânen "Punta delle Cinque Dita"sowie links vom Berg die "Grohmannspitze".

BILD


Wir machten ein paar Fotos und sahen noch 2 Gemsen beim Fr├╝hst├╝cken zu. Nach ein paar Minuten waren wir mitten in den Wolken gestanden. Wirklich verr├╝ckt wie schnell sowas gehen kann. Mit etwa 20 Metern Sicht machten wir uns auf den Weg zur├╝ck zum Roadsurfer-Bus. Und dann ging es in die Schweiz. 4 Stunden und einen Stau sp├Ąter waren wir in ├ľsterreich noch einmal volltanken (1,10), denn in der Schweiz kostet der Diesel entspannte 1.85ÔéČ. Als wir dann die Schweiz erreichten ging es f├╝r Susi und mich erst einmal in die Sauna die wir uns redlich verdient hatten. Um 18 Uhr hebt wir uns an die morgige Tagesplanung gemacht. Und die wirklich noch schwierigere Frage - wo stellen wir uns hin? -, denn in der Schweiz, bzw in der Region Appenzell, gibt es keine kleine Pl├Ątze f├╝r Wohnmobile wo man sich einfach mal eben f├╝r die Nacht hinstellen kann. Die Sauna war schon wieder vergessen und Susi ziemlich genervt. Aber auch die negativen Seiten wollen wir euch nicht vorhalten.


Das Ende vom Lied war, dass wir gegen 21:00 einen Campingplatz angerufen haben, der uns noch aufgenommen hat. H├Ątten wir das mal fr├╝her gemacht, w├Ąre der Tag um einiges entspannter gewesen.

Der Campingplatz war wundersch├Ân (Campingplatz Eischen)(kostenlose Werbung).

http://eischen.ch/camping/


Tag 5


Guten Morgen! Erst mal bei herrlichem Sonnenschein fr├╝hst├╝cken und Sonne tanken, w├Ąhrenddessen haben wir auf Komoot die n├Ąchstbeste Wanderung gesucht. Da wir leider absolut keine Ahnung hatten sind wir einfach mal drauf los gelaufen. In so einer sch├Ânen Umgebung werden wir schon irgend einen Wegweiser finden. Es war herrlich einfach mal selbst zu erkunden und zu entdecken.



Susi war am Pilze suchen und ich war damit besch├Ąftigt nicht von K├╝hen angegriffen zu werden. (nichts dramatisches). Das sch├Âne wenn man keinen Instagramspot jagt ist, dass man wirklich frei sein kann und sich die Umgebung viel genauer anschaut. Ist euch das schon mal aufgefallen? Nach etwa einer Stunde waren wir mitten in den Appenzeller Bergen. Wir trafen ein Paar Wanderer, die uns versicherten das die hier grasenden K├╝he sehr freundlich sind. Gott sei Dank! - Wir haben schon leichte Panik bekommen! :D

Der Weg f├╝hrte uns an der Scheidegger H├╝tte vorbei. Von hier aus konnte man nach Appenzell, zum Kronberg oder wieder zur├╝ck zu unserem Ausgangsort laufen.

Wir haben heute nur einen Bummeltag gemacht und sind zur├╝ck gelaufen.


Auf dem R├╝ckweg haben wir noch Pause in der H├Ąngematte an einem kleinen Bach gemacht. Herrlich!


Zur├╝ck am Camper gab es lecker Abendessen mit Atemberaubenden Sonnenuntergang.

Und sp├Ąter haben wir uns noch ans Milchstra├če fotografieren gemacht. :)

Um 23 Uhr war sie mit dem blo├čen Auge zu sehen. Da standen wir einsam auf einem Feld mitten in Appenzell. Der komplette Himmel voller Sterne und im Wald hat man die F├╝chse rufen h├Âren.

Roadsurfer

Tag 6


Da wir am Tag davor ausgecheckt hatten, konnten wir in der fr├╝h aufbrechen nach dem Fr├╝hst├╝ck ging es dann zum Parkplatz "Talstation Luftseilbahn Wasserauen- Ebenalp". Wir waren gegen 8 Uhr da und haben direkt am Bahnhofsgel├Ąden einen kostenfreien Parkplatz bekommen. Als wir zur├╝ck gekommen sind hat der Parkplatz f├╝r neu anfahrende 10 Euro gekostet. Ab wann die Parkw├Ąrter dort stehen kann ich aber nicht genau sagen.

Aber zur├╝ck zur Wanderung! 8 km 400 hm ca 3 Stunden mit Pausen. Schuhe an und los gehts.



Wir liefen die angegebene Tour zum Gl├╝ck falsch herum! Das stellten wir aber erst am Ende fest. Es war ein angenehmer aufstieg durch den Wald. Das Wetter war grandios und die k├╝hle Luft war perfekt zum Wandern. Vorbei an kleinen Wasserf├Ąllen und vielen kleinen Alpk├Ąserein. F├╝r ca 25ÔéČ kann man hier leckern Kuh und Ziegenk├Ąse kaufen! Es ging dann weiter Richtung Seealpsee, ein in wirklich Traumhaften Kulisse liegender See, mit perfekter Spiegelung!



Wir liefen einmal um den See herum und suchten uns zwei B├Ąume zum H├Ąngematte aufspannten. Um den Mittag wurde es ziemlich vol, also war das f├╝r uns der Zeitpunkt zu gehen. Der Abstieg dauerte ca eine Stunde auf Teerstra├če zur├╝ck. Wirklich unangenehm vor allem in der Prallen Sonne und extrem Steil, hier w├Ąren wir besser den gleichen Weg zur├╝ck gegangen. Schaut bei mir in Komoot (kostenlose Werbung) vorbei, dort ist unsere Tour hinterlegt. ­čĹî

Endlich am Bus angekommen mussten wir erstmal die F├╝├če ins Wasser halten und haben Brotzeit gemacht.


Plan f├╝r den n├Ąchsten Tag ist die Wanderung zur Saxerl├╝cke - Allerdings ist Regen gemeldet und Susi war dar├╝ber gar nicht begeistert. Wir haben uns trotzdem entschlossen zum Ausgangspunkt der Wanderung zu fahren und hier zu schlafen.

Ziel ist also die Bahnstation Hoher Kasten. Da hier alles voll war sind wir die Pfannenstielstrasse weiter gefahren, wo man zu Bahnstation Alpsigl kommt.


Der angrenzende Parkplatz kostet "freiwillig 4ÔéČ" pro Tag. Es steht zwar extra dran keine Wohnmobile erw├╝nscht, aber wir haben uns trotzdem mal unauff├Ąllig hingestellt. Ich denke solang man keine St├╝hle auspackt und sich recht ausbreitet f├Ąllt es gar nicht weiter auf.

Da es erst 16 Uhr war und ich heute wieder Fit war, fasste ich die Mission Sonnenuntergang Fotografieren ins Auge. Susi war gar nicht begeistert, aber sie hat sich von mir breitschlagen lassen "nur schnell" zum S├Ąmtisersee zu laufen. Laut Kommod war der weg auch nur mit einem gem├Ą├čigten Anstieg.

Aber nix da! Der weg war sau steil und ewig lang. 1,5 Stunden Schotterweg hoch, so steil das man fast wieder runtergerollt ist. Susi war stinksauer ­čśé

Sonnenuntergang hat man leider keinen wirklich gesehen, aber das Licht war sehr sch├Ân.

Was meint ihr, hat es sich gelohnt?




Tag 7


Beim Aufwachen war das Wetter echt sch├Ân. Also haben wir es gewagt und sind Richtung Saxer L├╝cke aufgebrochen. Weil der Weg gestern so sch├Ân war, durften wir gleich noch einmal am S├Ąmtisersee vorbei. Susi war heute richtig Platt und h├Ątte da schon wieder umdrehen k├Ânnen. Der weg ging stetig Berg auf und. kurz bevor wir den F├Ąlensee erreicht haben, fing es an zu regnen. Die Saxer L├╝cke war komplett im Nebel und das Hochwandern w├Ąre ziemlich gef├Ąhrlich gewesen, denn die Steine waren komplett rutschig. Wir sind dann einen anderen Weg zur├╝ck zum S├Ąmtisersee gelaufen. Auch der war unglaublich anstrengend auf nassen Steinen und Susi war richtig platt.


Am Roadsurfer angekommen haben wir uns erstmal was zu essen gemacht und die nassen Klamotten gewechselt.­čśü


F├╝r die n├Ąchsten Tage war f├╝r die Schweiz nur noch regen gemeldet und weil wir schon 60 Kilometer und 6800hm hinter uns, bzw unsere Beine gebracht haben, geht es jetzt Richtung Deutschland!



F├╝r Tag 8 wollen wir uns etwas Erholung g├Ânnen und den Urlaub in Ruhe ausklingen lassen. Ziel ist als die Therme Erding. Auf dem Weg dorthin haben wir am. W├Ârthsee halt gemacht und hier geschlafen. Wir waren so kaputt das wir von 18 Uhr bis zum n├Ąchsten morgen durchgeschlafen haben. :D

Therme Erding war so sch├Ân, dass wir uns jetzt vorgenommen haben jeden Urlaub hier ausklingen zu lassen.­čśŐ


Habt ihr auch ein Urlaubsausklingritual? Ôťî´ŞĆ


Lasst gerne einen Kommentar da!


Liebe Gr├╝├če,

Susi und J├Ârg­čśŐ




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