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Dolomiten, Appenzell ein grandioses Abenteuer

Aktualisiert: 20. Nov 2019

Das Fernweh hat mal wieder zugeschlagen.😁


Erneut ging es fĂŒr uns mit dem Camper von RoadSurfer in den Urlaub.

Da Susi Freitag noch arbeiten musste und wir natĂŒrlich sehr planvoll unterwegs waren, schafften wir es erst um 16:30 loszufahren. Nach dem Typischen Stau um MĂŒnchen erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit Österreich. Eigentlich wollte wir bis zum Sorapissee fahren. Da dies aber noch 3 Stunden gewesen wĂ€ren, haben wir uns kurzerhand dazu entschieden am Achensee zu nĂ€chtigen.Wir haben einen tollen Stellplatz mitten in die Natur, ohne Menschen weit und breit, gefunden.



Es war herrlich - Dach aufstellen und lecker Spaghetti kochen. NatĂŒrlich machte ich auch ein Paar Bilder.


Tag 2


AUFWACHEN! Erst mal Kaffee, FrĂŒhstĂŒck, kurz frisch machen, Fotos vom Sonnenaufgang und dann ging es Richtung erstem Ziel Lago di Sorapis!


Die Fahrt zog sich wirklich richtig hin und wir waren beide froh am Achensee ĂŒbernachtet zu haben. Dennoch kamen wir zum GlĂŒck ohne Stau irgendwann an und waren hell auf begeistert und freuten uns auf eine wundervolle Wanderung.

11:30 Start, auf gehts!Wir haben aufwĂ€rts den Wanderweg 216 Richtung Lago di Sorapis genommen. Der Aufstieg war echt lang und teilweise schwierig aber die MĂŒhen werden mit tollen Ausblicken und nicht zu ĂŒberlaufenen Wegen belohnt.







Der Weg fĂŒhrte uns an vielen wundervollen kleinen Punkten vorbei die man so nicht von Instagram kennt! Ein echtes Erlebnis!



Dennoch ging unser Blick die ganze Zeit nach oben denn es brauten sich wirklich sehr dunkle Wolken zusammen. Wir ĂŒberlegten schon abzubrechen aber das Wetter hielt zum GlĂŒck. Auf ca 2400 Metern ca kam uns dann eine Herde Wildböcke entgegen die vor dem Gewitter flĂŒchteten. Fotografisch fĂŒr mich ein absolutes Highlight!



Es war wie ein Traum. Nachdem die Herde weg war mussten wir noch um ein eck am Berg herum und da war er - der Lago di Sorapis. Was fĂŒr ein Anblick! Noch 3 km entfernt und jetzt hat man schon das tĂŒrkise Wasser strahlen sehen. Von hier oben sah er aus wie eine kleine PfĂŒtze.



Beim Abstieg fing es leicht das Regnen an.

Dato waren wir schon 4 Stunden unterwegs und es war wirklich wahnsinnig anstrengen. Also noch mal konzentrieren und auf zum See. Nach endlosen kurven mit steilen Wanderwegen war er dann endlich da und der Anblick entlohnte all die Unbegebenheiten.


Wir gingen einmal um den See herum was nochmals ca 45 Minuten mit Pause Fotos usw dauerte. Jetzt war es bereits 18:00 Uhr und es ging langsam an den Abstieg denn laut komoot lagen noch 3 h vor uns. Zu dem Zeitpunkt dachten wir ach naja so lange dauert das bestimmt nicht mehr. Tja getÀuscht... Der Abstieg war wundervoll wir hatten eine Traumhafte Aussicht auf die 3 Zinnen die Rot erstrahlten!



Um 21 Uhr erreichten wir unseren Roadsurferbus. Fix und fertig waren wir aber der Tag war leider noch nicht rum denn fĂŒr uns ging es jetzt weiter Richtung Passo Giau. Etwa 45 Minuten dauerte die Fahrt und war sehr anstrengend. Serpentinen rauf und runter im Dunklen - mein Magen fand das ganze weniger witzig. ;)



Tag 3


6 Uhr - Wecker klingelt! Wir sind ja nicht im Erholungsurlaub. ;)

Standheizung an und Kaffee kochen. Wir hatten noch nicht gefrĂŒhstĂŒckt aber mussten uns sehr beeilen um zum Passo Giau zu kommen. Wir fuhren ca 15 Minuten bis zum Parkplatz nach oben was fĂŒr eine Aussicht! Da war er nun, der sagenumwobene Passo Giau das Morgenlicht lag noch perfekt im Bild und ich musste erst einmal etwas Fotografieren.



Nachdem uns die ersten 80 Touristen ĂŒberholt hatten und der Parkplatz gegen 8:30 wegen ÜberfĂŒllung geschlossen war, machten wir uns auf den Weg - einmal um den Monte Giau herum. Die Wanderung betrĂ€gt 9 km und ist Anfangs recht einfach gehalten und man lĂ€uft ca 1 Kilometer links herum. Der erste Berg ist der "Averau" recht unterhalb ist die HĂŒtte Refugio Averau nicht grade gĂŒnstig, aber wer Hunger hat, kommt hier auf seine Kosten. Anschließend lĂ€uft man Richtung Cinque Torrie. Dort gibt es etliche SchĂŒtzengrĂ€ben aus dem zweiten Weltkrieg und man bekommt Einsicht in die Geschichte von damals. Nach den SchĂŒtzengrĂ€ben kommt man dann zum Kletterparadies Cinque Torrie. Wirklich beeindrucken wie Leute da hochklettern!


Der Text liest sich recht leicht oder ? Wir waren bis dato schon 4 Stunden mit Pausen unterwegs. Die Beine waren aber auch noch schwer vom Vortag. An den Beeindruckenden TĂŒrmen vorbei ging es dann Richtung Camper.

Das zurĂŒcklaufen war wirklich anstrengend fĂŒr mich. Ein dauerndes auf und ab. Susi hat es um einiges besser weggesteckt als ich. Viel zu erzĂ€hlen gibt es hier aber nicht mehr nur noch ein paar Bilder mit tollen Aussichten.


Wanderung geschafft - Next Stop Passo Sella, der auf etwa 2240 Meter liegt. Ach ja GlĂŒck hatten wir auch denn als wir in den Bus eingestiegen sind, hat es das Regnen angefangen.


Die Fahrt zum Passo Sella dauerte etwa 2 Stunden mit vielen Kurven durch die wunderschönen Dolomiten. Aber es war wirklich sehr erschreckend wie viel Wald durch StĂŒrme und Trockenheit letztes Jahr zerstört wurden.


Als wir am Passo Sella ankamen wurde es schon langsam dunkel.


Tipp: (kostenlos) Der Platz an dem wir standen war wirklich einmalig! Er liegt in der Ersten Kurve wieder runterwÀrts.

(Quelle: Google Maps)

Erst mal etwas essen und dann bin ich noch etwas Drohne geflogen da es sehr nach Regen aussah musste ich mich beeilen um etwas vom Sonnenuntergang zu erwischen.


Tag 4


FrĂŒh am morgen wurden wir von einem schönen Sonnenaufgang geweckt der aber schnell wieder verschwand. Da es zum GlĂŒck nicht regnete machten Susi und ich uns auf die Gegend zu erkunden direkt vom Parkplatz weg fĂŒhrt ein Pfad Richtung Sella Gruppe. Man lĂ€uft keine 5 Minuten und steht direkt davor wirklich beeindruckend.




Wenn man in die andere Richtung schaut sieht man den wunderschönen "Punta delle Cinque Dita"sowie links vom Berg die "Grohmannspitze".

BILD


Wir machten ein paar Fotos und sahen noch 2 Gemsen beim FrĂŒhstĂŒcken zu. Nach ein paar Minuten waren wir mitten in den Wolken gestanden. Wirklich verrĂŒckt wie schnell sowas gehen kann. Mit etwa 20 Metern Sicht machten wir uns auf den Weg zurĂŒck zum Roadsurfer-Bus. Und dann ging es in die Schweiz. 4 Stunden und einen Stau spĂ€ter waren wir in Österreich noch einmal volltanken (1,10), denn in der Schweiz kostet der Diesel entspannte 1.85€. Als wir dann die Schweiz erreichten ging es fĂŒr Susi und mich erst einmal in die Sauna die wir uns redlich verdient hatten. Um 18 Uhr hebt wir uns an die morgige Tagesplanung gemacht. Und die wirklich noch schwierigere Frage - wo stellen wir uns hin? -, denn in der Schweiz, bzw in der Region Appenzell, gibt es keine kleine PlĂ€tze fĂŒr Wohnmobile wo man sich einfach mal eben fĂŒr die Nacht hinstellen kann. Die Sauna war schon wieder vergessen und Susi ziemlich genervt. Aber auch die negativen Seiten wollen wir euch nicht vorhalten.


Das Ende vom Lied war, dass wir gegen 21:00 einen Campingplatz angerufen haben, der uns noch aufgenommen hat. HĂ€tten wir das mal frĂŒher gemacht, wĂ€re der Tag um einiges entspannter gewesen.

Der Campingplatz war wunderschön (Campingplatz Eischen)(kostenlose Werbung).

http://eischen.ch/camping/


Tag 5


Guten Morgen! Erst mal bei herrlichem Sonnenschein frĂŒhstĂŒcken und Sonne tanken, wĂ€hrenddessen haben wir auf Komoot die nĂ€chstbeste Wanderung gesucht. Da wir leider absolut keine Ahnung hatten sind wir einfach mal drauf los gelaufen. In so einer schönen Umgebung werden wir schon irgend einen Wegweiser finden. Es war herrlich einfach mal selbst zu erkunden und zu entdecken.



Susi war am Pilze suchen und ich war damit beschĂ€ftigt nicht von KĂŒhen angegriffen zu werden. (nichts dramatisches). Das schöne wenn man keinen Instagramspot jagt ist, dass man wirklich frei sein kann und sich die Umgebung viel genauer anschaut. Ist euch das schon mal aufgefallen? Nach etwa einer Stunde waren wir mitten in den Appenzeller Bergen. Wir trafen ein Paar Wanderer, die uns versicherten das die hier grasenden KĂŒhe sehr freundlich sind. Gott sei Dank! - Wir haben schon leichte Panik bekommen! :D

Der Weg fĂŒhrte uns an der Scheidegger HĂŒtte vorbei. Von hier aus konnte man nach Appenzell, zum Kronberg oder wieder zurĂŒck zu unserem Ausgangsort laufen.

Wir haben heute nur einen Bummeltag gemacht und sind zurĂŒck gelaufen.


Auf dem RĂŒckweg haben wir noch Pause in der HĂ€ngematte an einem kleinen Bach gemacht. Herrlich!


ZurĂŒck am Camper gab es lecker Abendessen mit Atemberaubenden Sonnenuntergang.

Und spĂ€ter haben wir uns noch ans Milchstraße fotografieren gemacht. :)

Um 23 Uhr war sie mit dem bloßen Auge zu sehen. Da standen wir einsam auf einem Feld mitten in Appenzell. Der komplette Himmel voller Sterne und im Wald hat man die FĂŒchse rufen hören.

Roadsurfer

Tag 6


Da wir am Tag davor ausgecheckt hatten, konnten wir in der frĂŒh aufbrechen nach dem FrĂŒhstĂŒck ging es dann zum Parkplatz "Talstation Luftseilbahn Wasserauen- Ebenalp". Wir waren gegen 8 Uhr da und haben direkt am BahnhofsgelĂ€den einen kostenfreien Parkplatz bekommen. Als wir zurĂŒck gekommen sind hat der Parkplatz fĂŒr neu anfahrende 10 Euro gekostet. Ab wann die ParkwĂ€rter dort stehen kann ich aber nicht genau sagen.

Aber zurĂŒck zur Wanderung! 8 km 400 hm ca 3 Stunden mit Pausen. Schuhe an und los gehts.



Wir liefen die angegebene Tour zum GlĂŒck falsch herum! Das stellten wir aber erst am Ende fest. Es war ein angenehmer aufstieg durch den Wald. Das Wetter war grandios und die kĂŒhle Luft war perfekt zum Wandern. Vorbei an kleinen WasserfĂ€llen und vielen kleinen AlpkĂ€serein. FĂŒr ca 25€ kann man hier leckern Kuh und ZiegenkĂ€se kaufen! Es ging dann weiter Richtung Seealpsee, ein in wirklich Traumhaften Kulisse liegender See, mit perfekter Spiegelung!



Wir liefen einmal um den See herum und suchten uns zwei BĂ€ume zum HĂ€ngematte aufspannten. Um den Mittag wurde es ziemlich vol, also war das fĂŒr uns der Zeitpunkt zu gehen. Der Abstieg dauerte ca eine Stunde auf Teerstraße zurĂŒck. Wirklich unangenehm vor allem in der Prallen Sonne und extrem Steil, hier wĂ€ren wir besser den gleichen Weg zurĂŒck gegangen. Schaut bei mir in Komoot (kostenlose Werbung) vorbei, dort ist unsere Tour hinterlegt. 👌

Endlich am Bus angekommen mussten wir erstmal die FĂŒĂŸe ins Wasser halten und haben Brotzeit gemacht.


Plan fĂŒr den nĂ€chsten Tag ist die Wanderung zur SaxerlĂŒcke - Allerdings ist Regen gemeldet und Susi war darĂŒber gar nicht begeistert. Wir haben uns trotzdem entschlossen zum Ausgangspunkt der Wanderung zu fahren und hier zu schlafen.

Ziel ist also die Bahnstation Hoher Kasten. Da hier alles voll war sind wir die Pfannenstielstrasse weiter gefahren, wo man zu Bahnstation Alpsigl kommt.


Der angrenzende Parkplatz kostet "freiwillig 4€" pro Tag. Es steht zwar extra dran keine Wohnmobile erwĂŒnscht, aber wir haben uns trotzdem mal unauffĂ€llig hingestellt. Ich denke solang man keine StĂŒhle auspackt und sich recht ausbreitet fĂ€llt es gar nicht weiter auf.

Da es erst 16 Uhr war und ich heute wieder Fit war, fasste ich die Mission Sonnenuntergang Fotografieren ins Auge. Susi war gar nicht begeistert, aber sie hat sich von mir breitschlagen lassen "nur schnell" zum SĂ€mtisersee zu laufen. Laut Kommod war der weg auch nur mit einem gemĂ€ĂŸigten Anstieg.

Aber nix da! Der weg war sau steil und ewig lang. 1,5 Stunden Schotterweg hoch, so steil das man fast wieder runtergerollt ist. Susi war stinksauer 😂

Sonnenuntergang hat man leider keinen wirklich gesehen, aber das Licht war sehr schön.

Was meint ihr, hat es sich gelohnt?




Tag 7


Beim Aufwachen war das Wetter echt schön. Also haben wir es gewagt und sind Richtung Saxer LĂŒcke aufgebrochen. Weil der Weg gestern so schön war, durften wir gleich noch einmal am SĂ€mtisersee vorbei. Susi war heute richtig Platt und hĂ€tte da schon wieder umdrehen können. Der weg ging stetig Berg auf und. kurz bevor wir den FĂ€lensee erreicht haben, fing es an zu regnen. Die Saxer LĂŒcke war komplett im Nebel und das Hochwandern wĂ€re ziemlich gefĂ€hrlich gewesen, denn die Steine waren komplett rutschig. Wir sind dann einen anderen Weg zurĂŒck zum SĂ€mtisersee gelaufen. Auch der war unglaublich anstrengend auf nassen Steinen und Susi war richtig platt.


Am Roadsurfer angekommen haben wir uns erstmal was zu essen gemacht und die nassen Klamotten gewechselt.😁


FĂŒr die nĂ€chsten Tage war fĂŒr die Schweiz nur noch regen gemeldet und weil wir schon 60 Kilometer und 6800hm hinter uns, bzw unsere Beine gebracht haben, geht es jetzt Richtung Deutschland!



FĂŒr Tag 8 wollen wir uns etwas Erholung gönnen und den Urlaub in Ruhe ausklingen lassen. Ziel ist als die Therme Erding. Auf dem Weg dorthin haben wir am. Wörthsee halt gemacht und hier geschlafen. Wir waren so kaputt das wir von 18 Uhr bis zum nĂ€chsten morgen durchgeschlafen haben. :D

Therme Erding war so schön, dass wir uns jetzt vorgenommen haben jeden Urlaub hier ausklingen zu lassen.😊


Habt ihr auch ein Urlaubsausklingritual? ✌


Lasst gerne einen Kommentar da!


Liebe GrĂŒĂŸe,

Susi und Jörg😊




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